Mini-Shooting

Mini-Shooting

Der Titel ist doppeldeutig im besten Sinne. Mit der Autofotografie habe ich mich bislang eher nicht beschäftigt, hier und da mal den einen oder anderen Schuss vom eigenen Auto gemacht, mehr als Erinnerung – insbesondere was meinen geliebten Saab angeht. In den letzten Tagen ergab es sich, dass ich für ein paar Tage einen nicht ganz üblichen Werkstattwagen unter dem Hintern hatte, der mich „angezündet“ (Zitat Falk Frassa) hat. Es war ein Mini und mit dem habe ich ein Mini-Shooting gemacht.

Die Hardcor-Fans werden sagen, das ist kein Mini, das ist ein BMW. Ja, stimmt, steht so auch im Fahrzeugschein. Aber ganz ehrlich: Ich mag das Auto. Es hat vom Design seinen ganz eigenständigen Charakter, und ja, es ist ein Retrocar. Und ich finde es den ursprünglichen Mini schon gut in die heutige Zeit geholt.

Auf jeden Fall hatte ich Lust, hier einmal ein paar Bilder mehr zu machen. Es sind sicherlich keine Hochglanzprospektfotos geworden, allein schon weil das Auto vorher einmal durch die Waschstraße hätte fahren müssen. Es sind keine Fotos mit fetter Blitzanlage und Metrohotspots. Wo das Auto sicherlich auch eine gute Figur macht, aber ich habe es einfach hier in der Wallapampa platziert wo ich gerade im wieder einsetzenden Touristenstrom ein ruhiges Plätzchen gefunden habe. Eine gute Figur macht der Mini auch dort. Es sind keine Fotos die einem festen Plan gefolgt sind, mehr einer groben Idee. Es gab auch keine fest eingeplante Zeit, die Bilder sind zwischendurch im Alltag entstanden, wo ich mir die Zeit einfach genommen habe. Die Nachbearbeitung war auch wie das ganze „Projekt“ ein Experiment, ein Ausprobieren was gehen könnte, was wie wirkt.

Klingt alles sehr provisorisch, oder? Stimmt. Eigentlich ist alles aus dem Bauch heraus entstanden. Aber auch das ist ein Lernprozess. Es kamen hier einfach ein paar Dinge zusammen: Ein Auto das mich begeistert hat, Wetter das mitgespielt hat und Zeit die ich mir nehmen konnte. Manchmal muss das in der Fotografie so sein, gerade bei freien Arbeiten den Dingen ihren Lauf lassen, ausprobieren, Dinge verwerfen, neu machen und schauen was am Ende dabei heraus kommt. Erfahrungen sammeln eben, lernen und besser werden.

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