Faszinierendes Medium

Bilder begeistern mich. Denn in Ihnen liegt die Kraft, den Menschen Emotionen, Eindrücke und auch Informationen binnen kürzester Zeit zu vermitteln. Schon die Höhlenmenschen vermittelten Informationen als Bild und im Laufe der Zeit wurden Bilder nicht nur Informationsmedium, sondern entwickelte sich immer weiter. Gerade in der heutigen Zeit macht es einfach Spaß, einen Moment, einen Augenblick festzuhalten, um sich später erinnern zu können.

Ich liebe Fotos und ich trage diese Begeisterung mit in meine Arbeit. Egal ob freie oder Auftragsarbeit.

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Blogparade: Gibt es dank Smartphones & Systemkameras bald keine DSLRs mehr?

In Zeiten von immer leistungsfähiger werdender Systemkameras stellt sich zu recht die Frage nach der Daseinsberechtigung der DSLRs in einigen Jahren. Fabian vom Spiegelreflexkamera Portal stellt in seiner Blogparade dazu einige interessante Fragen, die ich hier gerne mal versuchen möchte zu beantworten.

Ob ich mit meinen Antworten richtig liege wird allerdings die Zeit zeigen müssen, denn bis heute funktioniert das mit den Glaskugeln genauso wenig wie mit Zeitmaschinen die noch nicht erfunden sind. 😉 Here we go:

  • Ab wann könnte es keine Spiegelreflexkameras mehr geben?
    Wer mir hier oder auch auf Facebook und/oder Flickr folgt weiß, dass ich mein Herz so ein „bisschen“ an meine kleine Systemkamera verloren habe. Eigentlich als Freizeitkamera gedacht kommt sie inzwischen auch bei Kundenaufträgen zum Einsatz. Dennoch glaube ich, dass uns die Spiegelreflexkameras noch sehr lange begleiten werden. Zumindest im professionellen Bereich sind die DSLRs den Systemkameras nach wie vor überlegen was Geschwindigkeit angeht. Egal ob es jetzt der Autofokus ist oder schnelle Serienaufnahmen. DSLRs haben hier deutlich mehr Reserven und gerade dort wo es schnell gehen muss werden sie noch lange eingesetzt werden. Ich glaube allerdings, das im Consumerbereich innerhalb der nächsten Jahre eine Marktbereinigung statt finden wird. Mid-Range-Kameras werden sich gegen die Systemkameras behaupten müssen und diesen Wettbewerb verlieren. Denn das, was diese DSLRs heute können schaffen die Systemkameras inzwischen auch schon.
  • Ersetzen Smartphones bald eh alle Arten von Kameras?
    Ähm, nein. 🙂 Das liegt allein schon an der Konstruktion. Smartphones liegen maximal im Hochformat halbwegs gut in der Hand, wenn man aber im klassischen Querformat fotografieren und Filmen möchte, dann funktioniert das Festhalten schon nicht mehr ganz so gut. Und ich glaube auch nicht, dass eine Smartphonekamera jemals alle Gebiete der Fotografie abdecken können wird. Schon die Minioptik gibt das nicht her und die ebenso kleinen Sensoren sind z.B. beim Freistellen einem großen Sensor unterlegen. Für Reportagen mit viel Schärfentiefe mögen sie geeignet sein, keine Frage. Aber sie schränken die kreative Freiheit doch ziemlich ein.
  • Wird der Absatzschwund im DSLR-Sektor Pentax das Genick brechen?
    Pentax muss richtig Gas geben, keine Frage. Aber auch Nikon und Canon können derzeit mit ihren Systemkameras nicht mit Sony, Fuji, Panasonic oder Olympus mithalten. Wenn man bei den beiden nicht fünf bis zehn Jahre in die Zukunft denkt, bekommt man dort auch ein Problem. Im Profisegment verkauft man Kameras einfach nicht in den Mengen wie bei den Einsteigern und Semiprofessionellen. Im zweitgenannten Bereich wildern Sony und Co inzwischen schon und das wird sich auf den Einsteigermarkt ausweiten.
  • Viele Jounalisten setzen inzwischen nur noch das iPhone zum Filmen ein. Ein erster Wink in welche Richtung es gehen könnte?
    Journalist ist nicht gleich Journalist. In einigen Bereichen wird es sicherlich reichen um billige Meldungen zu produzieren. Aber der Rest wird auch weiterhin auf richtiges „Werkzeug“ setzen. Denn die Möglichkeiten einer Smartphonekamera ist schlicht eingeschränkt. Siehe oben.
  • Systemkameras sind handlicher als DSLRs. Wie siehst du das?
    Ja sind sie grundsätzlich. Wobei jeder seine Vorlieben hat wie man Handlichkeit definiert. Meine D700 mit Batteriegriff liegt in meiner Hand besser als meine NEX-6. Dafür ist die Sony kleiner und leichter. Und dann ist es auch nicht mehr so tragisch, dass sie nicht so satt in meiner Hand liegt wie die Nikon. Für mich gilt: je schwerer das Gesamtsystem ist, desto besser muss es in meiner Hand liegen. Ob es dann aber noch „handlich“ ist steht auf einem anderen Blatt.
  • Nur Spiegelreflexkameras haben einen optischen Sucher. Ist dieser automatisch viel besser als der Digitale bei den Systemkameras?
    Nein. Elektronische Sucher (Electronic View Finder, EVF) sind heute auf einem Stand angekommen, dass sie verzögerungsfrei in hoher Auflösung dem Fotografen ein qualitativ hochwertiges Sucherbild liefern – und z.B. Dinge wie Focuspeaking einblenden können. Bis zu meiner NEX-6 habe ich auch immer auf einen optischen Sucher geschworen, mein Freundeskreis weiss ein Lied davon zu singen :-). Die kleine Sony hat mich aber eines besseren belehrt. Denn im EVF sehe ich schon das fertige Bild, kann mir die Bildkontrolle hinterher in der Regel sparen. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist es sogar so, dass der EVF dem optischen Sucher überlegen ist, da die Kamera für das Sucherbild einfach die ISO hoch zieht.

Was bleibt nun? Noch vor wenigen Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass ich einen anderen Kameratyp als eine DSLR mehr mögen würde als einen anderen. 2012 habe ich die kleine NEX angeschafft und eröffnete mir eine neue Welt, eine neue Sichtweise. Liebe Freunde von mir haben mir schon mindestens zwei Jahre vorher gesagt, dass der „Thron“ der DSLR wackeln wird. Ich habe sie nicht so richtig ernst genommen, zugegebener Weise. Selbst meine geliebte R1 ist größer als die NEX.

Auf uns, also die Anwender, kommen spannende Zeiten zu. Mehr Leistung in kleineren Gehäusen, da geht der Weg hin.

4 Kommentare

Ich denke dass Kameras noch gut erhalten bleiben, so viel Qualität kann ein Smartphone nicht bringen. Aber wer weiß wie es in 50 Jahren mal aussieht^^ Vielleicht haben wir dann Kameras mit denen wir telefonieren können 😀

Christian Rohweder am 14. Februar 2016 o 22:18 Antworten

… oder Implantate 😀 Aber ich glaube, mit meiner Kamera will ich nicht telefonieren. Nenne mich altmodisch, konservativ – what ever – aber gerade wenn ich Fotografieren gehe nehme ich bewusst mein Werkzeug „Kamera“ in die Hand und konzentriere mich dann genau darauf. Alles andere lenkt nur ab. Deshalb bin ich auch jemand, der situationsabhängig auch froh ist an der spiegellosen ein Klappdisplay zu haben, generell aber den Sucher bevorzuge. Um alles andere ausblenden zu können.

Aktuell gibt es schon sehr gute Alternativen zu einer Spiegelreflexkamera. Kommt immer drauf an wofür man die Kamera nutzen möchte. Da ich professionell Fotos schieße, benötige ich auch die beste Qualität die man rausholen kann. Bisher kommt da keine Alternative in Frage.

Viele Grüße

Christian Rohweder am 14. September 2016 o 21:49 Antworten

Hallo Sonja, „Spiegelreflex“ alleine ist heute absolut kein Qualitätsmerkmal mehr. Im Bereich der Systemkameras gibt es mittlerweile Kameras, die es locker mit eier DSLR aufnehmen können. Immer mehr Profis finden gefallen am leichteren „Besteck“ und werden mit Sicherheit auch für ihre Kunden nur die beste Qualität abliefern wollen. Ich entscheide z.B. nach Einsatzzweck und Notwendigkeit welche Kamera zum Einsatz kommt.

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