Faszinierendes Medium

Bilder begeistern mich. Denn in Ihnen liegt die Kraft, den Menschen Emotionen, Eindrücke und auch Informationen binnen kürzester Zeit zu vermitteln. Schon die Höhlenmenschen vermittelten Informationen als Bild und im Laufe der Zeit wurden Bilder nicht nur Informationsmedium, sondern entwickelte sich immer weiter. Gerade in der heutigen Zeit macht es einfach Spaß, einen Moment, einen Augenblick festzuhalten, um sich später erinnern zu können.

Ich liebe Fotos und ich trage diese Begeisterung mit in meine Arbeit. Egal ob freie oder Auftragsarbeit.

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Objektiv: Sony 16-50 f/3.5-5.6 OSS

Als ich vor etwas über zwei Jahren meine Sony NEX-6 kaufte, da war das obige Objektiv Bestandteil des Kits. Es verfügt über einen optischen Bildstabilisator, einen Motorzoom und unterstützt auch den Phasenautofokus des Hybrid-AF den die Kamera besitzt. Lange lag es daheim im Schrank, anlässlich meines Winterurlaubes habe ich das gute Stück einfach mal wieder eingepackt um damit etwas zu experimentieren.

Vorab, das Objektiv genießt keinen so guten Ruf. Es verzeichnet, es vignettiert im Weitwinkelbereich wie Sau und durch den Motorzoom verbraucht es zudem noch unnötig den Akku der Kamera. Auf der Habenseite steht, dass es ein halbwegs kompaktes Objektiv im Ruhezustand ist und sich diese Kamera-Objektivkombination mal schnell mitnehmen lässt. Zudem gehört es zu den Objektiven, die den Hybrid-Autofokus der Sony unterstützt. So richtig zum Fotografieren bin ich im Urlaub dann doch nicht gekommen, aber es gibt Schlimmeres :-). Ein paar Bilder habe ich dann aber doch gemacht und eben auch einige zum erneuten Testen meiner Kitlinse.

Als ich die Bilder ausgewertet habe, habe ich festgestellt, dass ich die Linse heute unter anderen Aspekten bewerte als zum Zeitpunkt des Kameraerwerbs. Damals schrieb ich an anderer Stelle, dass sie brauchbares Material produziert. Tut sie auch nach wie vor, mit der Einschränkung: nicht im Weitwinkelbereich. Und das tut mir inzwischen durchaus weh, denn ich arbeite durchaus inzwischen gerne in diesem Brennweitenbereich. Das Objektiv kommt mit einer Anfangsbrennweite von 16mm (entsprechend 24mm KB) daher. Das macht diese Linse prinzipiell sehr interessant. Wenn, ja wenn a) die Verzeichnung und b) die Vignettierung nicht wäre. Denn nach der Bildkorrektur in Lightroom bleiben da letztlich 18-19mm übrig. Das ist sehr schade, denn grundsätzlich kann die Linse vernünftige Bilder abliefern, erst recht wenn man dann noch eine Nachbearbeitung darüber laufen lässt. Hier mal ein Vergleich mit und ohne Objektivkorrektur. Aus den 16mm werden dann leider 18mm.

Aber insbesondere wenn ich Weitwinkelbilder machen möchte, werde ich zukünftig wieder auf mein Sigma f/19mm 2.8 setzen. Denn das ist insgesamt schärfer, vignettiert dramatisch weniger und so bleibt auch die Nachbearbeitung eher eine zurückhaltende. Deshalb landet die Sony-Linse auch erst einmal wieder im Schrank. Zumal ich offen gestanden auch den Vorteil des Hybrid-AF nicht feststellen konnte. Obwohl der Phasen-AF eingeschaltet war stellte die Kamera weder schneller noch zuverlässiger scharf als mit dem Kontrastautofokus. Im Labor mag das vielleicht irgendwelche Vorteile haben, aber in freier Wildbahn hat mich das nicht überzeugt.

6 Kommentare

Wieso werden da 18-19mm draus? Den Punkt verstehe ich nicht. Wie sieht der Unterschied aus wenn Du JPGs direkt aus der Cam machst? Dann wird ja automatisch korrigiert, oder?

p.s.: Das Meer läuft in den Osten rein 🙂

Christian Rohweder am 4. Januar 2015 o 18:19 Antworten

Weil bei der Korrektur Pixel verloren gehen, der Bildwinkel ändert sich dadurch. Deshalb bleibt von dem vormaligen 16mm-Winkel nur ein 18mm-Winkel übrig 🙁

Stimmt, das Bild ist schief 😉 Aber ich wollte einfach nur den Effekt und die Folgen der Objektivkorrektur zeigen. Im JPG sieht das ähnlich aus, da korrigiert die Kamera schon intern und der Bildwinkel ist kleiner.

Suche nach einem 2.8/16 und dem Sony WW-Konverter, den es extra dafür gibt. Das ist eine echt gute Kombination, Christian.

Christian Rohweder am 4. Januar 2015 o 23:42 Antworten

Danke für den Tipp, ich gehe mal forschen 🙂

D a s 2.8 16 verzeichnet zwar nicht sooo stark wie das 16-50 bei 16 mm ist aber dafür noch schlechter in der Randschärfe als das 16-50. Der WW Konverter ist nett, aber optisch auch nichts für Anwender die gerne mal genauer hinschauen. Die Idee der Konverter ist sehr cool, aber ein „nicht sehr gutes“ Objektiv wird durch den Aufsatz von Konverterglas nicht zu einem „super“ Objektiv.

Christian, ich sage nicht das es unbrauchbar ist, kenne aber Deine zurecht bestehenden hohen Ansprüche und denke deswegen das Du das 16er vor dem Kauf gründlich „erproben“ solltest.

Just my 2ct.

Christian Rohweder am 5. Januar 2015 o 10:16 Antworten

Mit der Beschaffung werde ich eh mal abwarten, denn ich denke ja über eine 7r nach. Und damit bräuchte ich dann ja wieder andere Objektive als an der 6. Jedenfalls wenn ich die volle Auflösung haben möchte.

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