Faszinierendes Medium

Bilder begeistern mich. Denn in Ihnen liegt die Kraft, den Menschen Emotionen, Eindrücke und auch Informationen binnen kürzester Zeit zu vermitteln. Schon die Höhlenmenschen vermittelten Informationen als Bild und im Laufe der Zeit wurden Bilder nicht nur Informationsmedium, sondern entwickelte sich immer weiter. Gerade in der heutigen Zeit macht es einfach Spaß, einen Moment, einen Augenblick festzuhalten, um sich später erinnern zu können.

Ich liebe Fotos und ich trage diese Begeisterung mit in meine Arbeit. Egal ob freie oder Auftragsarbeit.

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Scharfe Fotos braucht das Land

Ein ganzes Buch über die Schärfe bei Fotos? Wirklich? Ja wirklich. Das, was wir heute als gegeben voraussetzen, nämlich dass Bilder immer scharf sind, ist gar nicht so selbstverständlich. Viele Bildparameter lassen sich nach der Aufnahme in der Nachbearbeitung ändern. Passt die Belichtung oder der Weißabgleich nicht hundertprozentig, dann wird das korrigiert. Wehe aber das Bild ist unscharf. Hier etwas zu retten ist schwierig bis unmöglich.

Auf den ersten Blick mag es übertrieben sein, dem Thema „Schärfe“ ein ganze Buch zu widmen. Beim genauerer Betrachtung allerdings stellt sich heraus, dass die Schärfe von vielen Faktoren abhängig ist. Und genau diese Faktoren beleuchtet Sam Jost in seinem Buch „Scharfe Fotos“ aus allen möglichen Richtungen. Angefangen bei der manuellen Fokussierung mit Hilfe von Schnittbildindikatoren und Mikroprismen bis hin zum heutigen Autofokus mit 3D-Verfolgung. Er führt dem Leser auch ganz klar die Grenzen der heutigen Autofokussysteme vor Augen und gibt Tips, wie damit umgegangen werden kann.

Das Fokussieren allein ist aber lediglich die halbe Miete. Die Bildschärfe ist nicht nur davon abhängig, ob auch auf die Bildebene scharf gestellt wird die scharf sein soll. Vielmehr gibt es eine ganze Reihe von Faktoren die Einfluss nehmen, wie beispielsweise das verwendete Objektiv oder die vorhandenen Lichtverhältnisse. Anhand von Beispielen die uns wieder und wieder im Fotoalltag begegnen zeigt uns Sam die Problematiken und deren Lösung auf. Dabei verliert er sich nicht mehr als unbedingt nötig in allzu technischen Beschreibungen, sondern erklärt für jeden verständlich was warum passiert, was man im Hinterkopf haben muss um aus einer bestimmten Situation das beste zu machen. Das Buch liest sich flüssig und ist nicht nur für den Einsteiger gedacht, auch der langjährige Fotograf bekommt noch den einen oder anderen Denkanstoß mit auf den Weg.

Nicht vergessen hat Sam Jost auch ein Glossar in dem er die von ihm verwendeten Fachbegriffe noch einmal kurz erklärt, zudem findet auch sich ein Linkverzeichnis zu der von ihm verwendeten und beschriebenen Software. Ich habe schon manches Fotobuch gelesen, aber keines ist in dieser Tiefe auf dieses eine Thema „Schärfe“ so eingegangen wie „Scharfe Fotos“.

Das Buch gibt es sowohl als eBook als auch als Papierversion und liegt preislich zwischen 7,99 Euro und 14,90 Euro. Meiner Meinung nach gut investiertes Geld für das eigene Know-how.

ScharfCover

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