Faszinierendes Medium

Bilder begeistern mich. Denn in Ihnen liegt die Kraft, den Menschen Emotionen, Eindrücke und auch Informationen binnen kürzester Zeit zu vermitteln. Schon die Höhlenmenschen vermittelten Informationen als Bild und im Laufe der Zeit wurden Bilder nicht nur Informationsmedium, sondern entwickelte sich immer weiter. Gerade in der heutigen Zeit macht es einfach Spaß, einen Moment, einen Augenblick festzuhalten, um sich später erinnern zu können.

Ich liebe Fotos und ich trage diese Begeisterung mit in meine Arbeit. Egal ob freie oder Auftragsarbeit.

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Von alten Schätzen und altem Schrott

Der eine oder andere – und da zähle ich mich durchaus dazu – hat im Schrank noch Objektive aus analogen Zeiten liegen. In meinem Fall passenderweise Nikon-Objektive, die auch heute noch dank F-Bajonett an die aktuellen Kameras passen. Oder sagen wir so: sie lassen sich anschliessen und je nach Kamera mit Einschränkungen auch ansteuern und benutzen.

Offen ist aber oftmals die Frage nach der Bildqualität die die alten Gläser liefern. Und es gibt da dramatische Unterschiede. So besitze ich z.B. aus meiner Jugend zwei Zoom-Objektive, die damals auf Film gut funktioniert haben. Aber an meinen heutigen digitalen Nikons – da bleiben die mal lieber im Schrank, die möchte ich da nicht einmal für Schnappschüsse verwenden. Mal abgesehen davon, dass deren AF per Motorantrieb von der Kamera aus angetrieben wird und das lange nicht so schnell ist wie die heutigen Motoren in den Objektiven.

Also mit den Zooms bin ich schon mal nicht glücklich, aber es befinden sich auch noch zwei Festbrennweiten in meinem Besitz. Ein 50mm 1.8D und ein 20mm f/3.5 UD – zweiteres hat mir mein alter Herr vermacht und hat inzwischen gute 40 Jahre auf dem Buckel. Hier gibt sich ein anderes Bild. Das 50mm ist offenblendig nicht unbedingt mein Liebling. Der AF trifft, keine Frage, aber Schärfenbrillianz ist anders. Bei Blende 2.2 sieht das allerdings schon ganz anders aus, da ist auch meine Jugendlinse scharf.

Was mich aber regelmäßig zu Verzückungen treibt ist das 40 Jahre alte Weitwinkel. Das ist offenblendig schon scharf, wirklich scharf. Da muss man nicht abblenden wenn man nicht will. Und es hat eine ganz eigene Farbwiedergabe. Nein, Echtfarbwiedergabe ist da out of the Cam nicht. Aber irgendwie will ich das auch gar nicht. Diese Linse ist etwas ganz besonderes. Und ganz besonders manuell. Kein Autofokus, sondern es wird manuell scharf gestellt. Mit einem butterweich laufenden Fokusring. Und wo wir gerade bei Ringen sind: Das Ding besitzt auch noch einen Blendenring. Den vermisse ich manches mal an den heutigen Objektiven.

Aber zurück zum Thema. Alte Linsen und alte Linsen kann man nicht in einen Topf werfen. Es gibt Objektive, die eignen sich an modernen Kameras eher nicht und können als Briefbeschwerer verwendet werden, aber es gibt auch richtige alte Schätzchen. Im Zweifelsfall testen. Und staunen.  Und ja, das 40 Jahre alte Weitwinkel meines Vater kommt auch bei Kundenaufträgen zum Einsatz. 🙂

Das folgende Bild ist übrigens nicht mit einer meiner Nikons entstanden, sondern an meiner Sony NEX-6 mit Novoflex-Adapter. Und Dank des sehr gut durchdachten Fokuspeakings der Sony macht auch das manuelle Scharfstellen einfach Spaß.

 

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