Faszinierendes Medium

Bilder begeistern mich. Denn in Ihnen liegt die Kraft, den Menschen Emotionen, Eindrücke und auch Informationen binnen kürzester Zeit zu vermitteln. Schon die Höhlenmenschen vermittelten Informationen als Bild und im Laufe der Zeit wurden Bilder nicht nur Informationsmedium, sondern entwickelte sich immer weiter. Gerade in der heutigen Zeit macht es einfach Spaß, einen Moment, einen Augenblick festzuhalten, um sich später erinnern zu können.

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Nikon D750: Keine Nachfolgerin der D700

Dieser Artikel, so wie er nun hier zu lesen ist, war ursprünglich ganz anders. Und manchmal ist es gut, mal zwei bis drei Nächte über einen Artikel zu schlafen, ob er so in der Form Sinn macht, ob der Ton noch angemessen ist und ob der Leser etwas davon hat. Oder ob er lediglich dazu dient mir etwas Luft zu machen. Denn zur D750 habe ich so meine ganz spezielle Meinung.

Wer eine D700 besitzt und sie liebt, der schaut etwas verduzt aus der Wäsche ob der neuen Kamera die Nikon da auf den Markt los läßt. Eine Kamera mit der Modellnummer 750, die beim ersten Hinsehen die Vermutung nahe legt, es würde sich doch noch um eine lange herbei gewünschte Nachfolgerin der D700 handeln. Die Überraschung beim Lesen der Spezifikationen war groß, denn da fehlte so manches Attribut, dass die „neue“ in die Profiliga einsortieren würde. Denn da war die D700 noch angesiedelt. Nicht so beim neuen Modell. Kleinerer Suche, weniger Knöpfe, langsamere Verschlusszeit und ein Klappdisplay, das bei Regen dann doch ein weiteres Risiko des Wassereinbruches darstellt als bei einem fest verbautem.

In den ersten Tagen war ich irritiert, ja sogar verärgert über das, was Nikon da veranstaltete. Denn ich hatte erwartet, wenn da eine D7xx auf den Markt kommt, dann müsste es sich dabei um eine Nachfolgerin handeln, was ja die D800 schon nicht ist. Aber ich habe den Eindruck, das Nikon versucht einen „Fehler“ zu korrigieren und die D700 dadurch einen ganz eigenen Stellenwert hat. Denn sie war es, die bei ihrer Markteinführung der D3 das Wasser und auch die Käufer abgegraben hat. Sie konnte vieles was die D3 konnte und so griffen viele Fotografen zur „kleinen Schwester“ statt zur D3. Kostete sie doch deutlich weniger und machte trotzdem einen super Job.

Ein Fehler, den man im Hause Nikon wohl nicht noch einmal machen will, denn sonst hätte eine D710 quasi die kleine Schwester zur D4 sein müssen. Aber ich schätze diesen Level wird keine Kamera mit einer 7 am Namensanfang mehr erreichen. Zu groß die Gefahr, dass man dann auf dem großen Boliden sitzen bleibt. Meiner persönlichen Meinung nach hat Nikon jedoch mit dieser Vergabe der Modellnummer kein glückliches Händchen gehabt. Man hat im ersten Moment Erwartungen geweckt, die schliesslich nicht erfüllt wurden. Und wenn ich so durchs Netz schaue, dann hat man so eine ganze Reihe von Nikonusern irritiert und verärgert.

Ich gehe trotzdem davon aus, dass die D750 ihren Weg machen wird. Ob sie so erfolgreich sein wird wie die D700 muss abgewartet werden, man darf gespannt sein. In meinem Haushalt wird sie jedenfalls keinen Einzug halten, zumal bei mir die Orientierung eh in Richtung kleinerer Kamera geht.

 

2 Kommentare

Alleine schon, dass die D750 nicht das Bedienkonzept der D700 übernimmt sondern der D90/D600 Amateur-Serie spricht ja schon Bände.
Das ist Verarsche am Kunden und Raubbau am eigenen Ruf. Und dann wundern die Kamerahersteller sich, dass die Spiegellosen den Markt aufrollen.

Christian Rohweder am 17. September 2014 o 22:07 Antworten

Das sehe ich ähnlich. Die DSLR-Hersteller müssen aufpassen, dass ihnen die Felle nicht davon schwimmen. Denn der Leistungsvorsprung den eine DSLR gegenüber einer Spiegellosen hat wird immer kleiner. Und in einigen Bereichen sind die kleinen Kameras mittlerweile gleich auf.

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