Faszinierendes Medium

Bilder begeistern mich. Denn in Ihnen liegt die Kraft, den Menschen Emotionen, Eindrücke und auch Informationen binnen kürzester Zeit zu vermitteln. Schon die Höhlenmenschen vermittelten Informationen als Bild und im Laufe der Zeit wurden Bilder nicht nur Informationsmedium, sondern entwickelte sich immer weiter. Gerade in der heutigen Zeit macht es einfach Spaß, einen Moment, einen Augenblick festzuhalten, um sich später erinnern zu können.

Ich liebe Fotos und ich trage diese Begeisterung mit in meine Arbeit. Egal ob freie oder Auftragsarbeit.

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Optischer Sucher vs. elektronischem Sucher

Als ich mich 2006 als Fotograf für Gewerbe und Industrie selbständig machte, war meine Kamera wahl auf eine Sony R1 gefallen. Ich hatte eine sehr genaue Vorstellung davon was in meinem Portfolio enthalten sein sollte und was nicht und die R1 leistete mir drei Jahre lang gute Dienste, bis ich dann auf die Nikon D700 wechselte. Einer der Gründe war der Sucher.

Der Sucher der Sony war klasse. Er war hell, man schaute also nicht in ein dunkles Loch, ich konnte schon vor dem Auslösen die Tiefenschärfe beurteilen ohne eine Abblendtaste benutzen zu müssen, die mir bei schlechten Lichtverhältnissen den Sucher noch dunkler machte und bei Dunkelheit lieferte mir die R1 immer noch ein zwar rauschiges aber dennoch deutliches Sucherbild.

Mit dem Umstieg auf die Nikon fielen all diese Dinge einfach weg. Ein optischer Sucher halt. Es war schon eine Umgewöhnung und es gab Situationen, da wünschte ich mir den Sucher der R1 an der D700. Was jetzt nicht bedeutet, das der Nikon-Sucher schlecht ist. Unter den optischen Suchern gehört er mit zu den besten. Groß und hell, so soll das sein, darf man in der Preisklasse aber auch erwarten.

Der elektronische Sucher der R1 hatte nur einen Nachteil: er war langsam. Actionaufnahmen wo man mitziehen musste war mehr als es ohnehin schon ist eine echte Übungsangelegenheit. Denn auf dem Weg vom Sensor zum Sucher ging doch schon mal ein wenig Zeit verloren, das merkte ich bei meinen ersten Versuchen. Mit der D700 funktionierte das natürlich dramatisch besser, keine Frage. Das was ich im Sucher sehe ist dann auch später auf der Speicherkarte.

Wenn es also um Schnelligkeit ging war der optische dem elektronischem Sucher lange Zeit noch überlegen. Wir schreiben heute aber das Jahr 2013, die Entwicklung ging weiter und ich möchte behaupten das Ende der DSLRs ist bereits eingeläutet. Denn die elektronischen Sucher haben einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht. Sie sind sehr schnell geworden und Sony baut mit seinen SLTs inzwischen Kameras im DSLR-Segment die aber eben auf den für den optischen Sucher notwendigen Spiegel verzichten. Denn der Sucher ist ein elektronischer. Und ich sehe es an meiner NEX-6 was diese heute schon leisten, für den optischen Sucher ist die Luft extrem eng geworden.

Wenn ich mir die nächste Kamera für den beruflichen Einsatz kaufen werde, dann wird das voraussichtlich trotzdem noch eine DSLR sein. Was aber eher daran liegt, das Nikon sich bislang nicht getraut hat den Schritt wie Sony zu machen und in einem DSLR-Gehäuse schlicht auf den Spiegel zu verzichten. Aber auch das ist nur eine Frage der Zeit. Und gerade wir Hochzeitsfotografen werden uns darüber freuen, wenn während der Trauungszeremonie die Kamera künftig deutlich leiser ihren Dienst verrichtet.

Wer also zur Zeit vor der Wahl steht sich eine neue Kamera zu kaufen und keine Rücksicht auf vorhandenes Zubehör nehmen muss, der möge sich auch die Kameras mit elektronischem Sucher anschauen und nicht pauschal ausschliessen. Denn die lohnt sich.

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